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Ayurveda Rezepte

Rezept: Ayurvedischer Punsch

In unserem Ort gibt es seit über 10 Jahren, also länger als wir hier wohnen, einen lebendigen Adventskalender. Eine tolle Initiative, die bereits ab Herbst vom tatkräftigen Organisationsteam geplant und intensiv begleitet wird. So findet jeden Abend im Advent vor einem anderen Haus oder auf einem anderen Platz etwas statt, was einlädt, dass die Menschen aus dem Ort zusammenkommen. Oft mit Gesang, Musik und einem warmen Getränk. Und manchmal auch einfach mit einem schön geschmückten Fenster und der Zahl des jeweiligen Adventstürchens. Wer es mal an dem ein oder anderen Tag nicht zu dem „Türchen“ schafft, kann auf dem liebevoll gestalteten Blog der Organisatorinnen nachlesen, was er/sie verpasst hat. Dort findest du auch den Beitrag über den Abend bei uns. Klick

Selbst zu Lockdown-Zeiten fand der lebendige Adventskalender statt – nur leider nicht ganz so lebendig, kontaktlos und doch mit viel Liebe vorbereitet. Dieses Jahr konnte er wieder mit Kontakt stattfinden und wir machten zum ersten Mal mit. Es war ein schöner Abend mit sowohl bekannten als auch bis dahin unbekannten Menschen aus dem Ort. Ein schönes Beisammensein bei Kuchen und Punsch.

Da ich an diesem Abend und darüber hinaus häufig auf die Rezepte angesprochen wurde, folgt nun das erste Rezept von dem, was wir für das „Türchen“ am 5. Dezember vorbereitet hatten, nämlich ein ayurvedischer Punsch.

Was ist ein ayurvedischer Punsch?

An dem folgenden Rezept sind vor allem die verwendeten Gewürze „ayurvedisch“. Denn im Ayurveda gehen wir davon aus, dass eine Mahlzeit dann „rund“ ist, also nichts fehlt, kein Heißhunger / Gelüste danach entstehen und sie für die Verdauung optimal ist, wenn alle 6 Geschmacksrichtungen integriert sind. Das sind: süß, sauer, salzig, scharf, bitter und zusammenziehend.

Außerdem entspricht der Punsch den ayurvedischen Empfehlungen, dass besonders in der aktuellen Vata Jahreszeit warme Getränke unserem Körper und somit unserer Verdauung guttun. Und natürlich waren die Zutaten von guter Bio-Qualität und das Ganze mit Liebe gekocht – somit auch hier ein Harken vonseiten der „Ayurveda-Polizei“. 😉

Im Ayurveda ist übrigens Alkohol nicht per se verboten. Es wird sogar hin und wieder ein Glas Rotwein empfohlen. Gerade jetzt, in der Zeit von Herbst/Winter. Wir haben uns dennoch für eine alkoholfreie Variante entschieden, sodass alle davon trinken können – von Klein bis Groß.

Was du für den ayurvedischen Punsch brauchst:

2 l roter Traubensaft
4 l Apfelsaft
5 Orangen, unbehandelt
1 daumengroßes Stück Ingwer
10 Sternanis
10 Zimtstangen
5 Nelken
5 Kapseln grüner Kardamom
1 Vanilleschote
1 Prise Salz
3 EL brauner Krümelkandis

Die Zubereitung:

  1. Ingwer schälen (wenn es ein Bio-Produkt ist, kannst du die Schale dranlassen) und in 3 Stücke teilen.
  2. Die Orangen waschen und in Scheiben schneiden.
  3. Nelken und Kardamomkapseln in ein Teeei füllen.
  4. Trauben- und Apfelsaft zum Kochen bringen und alle weiteren Zutaten dazugeben.
  5. Kurz alles zusammen aufkochen lassen und dann mind. 3 Stunden ziehen lassen.
  6. Vor dem Trinken nochmal kurz erwärmen und genießen. 😉

Die Menge reicht gut für 10 Personen oder 20 Tassen.

Lass es dir schmecken!

Rezept auf Computer, Tablet und Handy

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P.P.S.: Das Rezept ist inspiriert vom „Glühwein ohne Prozente“ aus „Heilsam kochen mit Ayurveda“ von Volker Mehl und Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer.

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Ayurveda Human Design Persönliches

Mein Weg von der Trauer zur Dankbarkeit

Als meine Mutter im November 2018 starb, brach eine Welt für mich zusammen. Genau genommen war diese Welt schon 2 Jahre vorher ziemlich stark am Bröckeln, als sie ihre Krebsdiagnose erhielt. Was mir geholfen hat, meine Trauer in Dankbarkeit zu wandeln und wie ich die Phasen der Trauerverarbeitung erlebt habe und mich dann selbst fand, erfährst du in diesem sehr persönlichen Artikel.

Hinweis: Dieser Artikel stellt selbstverständlich kein Heilversprechen und keine Garantie für Verbesserung im Trauerprozess dar. Es handelt sich dabei lediglich um meinen persönlichen Weg, der für mich funktioniert hat.

Beginn der Trauer – weit entfernt von Dankbarkeit

Als meine Mutter im April 2016 die Diagnose Krebs erhielt, machte es mich unendlich traurig und wütend zugleich. Eine Frage, die ich mir auch noch einige Zeit nach ihrem Tod stellte, war immer wieder: Warum ausgerechnet jetzt, wo alles gut ist? Heute weiß ich, dass die Frage „Warum“ nicht zielführend ist.

Der Grund, warum ich mir diese Frage stellte, war, weil meine Eltern die meiste Zeit meines bisherigen Lebens (aktuell bin ich 39 Jahre alt) Alkoholiker waren. Doch vor einigen Jahren kam der Wendepunkt, der sie trocken werden ließ. Für mich waren diese Jahre, seitdem sie dem Alkohol entsagten, wie ein anderes Leben. Meine Mutter war meine engste Bezugsperson und wurde zu meiner besten Freundin. Sie war insbesondere in der Zeit meiner ersten Schwangerschaft und nachdem unser Sohn geboren war, eine unfassbare Stütze und Hilfe. Doch dann kam der Krebs.

Die 4 Phasen der Trauer

In der Trauerbewältigung gibt es verschiedene Modelle, die den psychischen Prozess von Trauer in sog. Trauerphasen beschreiben. Das wohl bekannteste stammt von Verena Kast und teilt sich in 4 Phasen ein:

  • 1. Verleugnung
  • 2. Aufbrechende Emotionen
  • 3. Neuorientierung
  • 4. Akzeptanz

Phase 1 der Trauerbewältigung

Weg mit 4 Schritten

Was in Phase 1 im Vordergrund steht, ist das Ausblenden der Realität. Diese Phase hat sich bei mir rückblickend bereits zu dem Zeitpunkt eingestellt, als klar war, dass meine Mutter nicht mehr heilbar sein würde und es nur eine Frage der Zeit und Qualität sei, die sie noch zu leben hatte. Dies war die Zeit, in der ich innerlich bereits im Abschieds- und Trauerprozess war, jedoch äußerlich in erster Linie funktionierte. Für unsere Kinder (unsere Tochter war zwischenzeitig auch geboren) und meine Mutter. Zu vielen Arztterminen begleitete ich sie, traf Entscheidungen mit ihr und später auch für sie.

Von der Verleugnung zu den Emotionen

Weg mit 4 Schritten

Auch wenn das Funktionieren noch einige Zeit über den Tod meiner Mutter hinaus ablief, kam ich dann recht schnell und intensiv in die Phase der aufbrechenden Emotionen. Inzwischen weiß ich, dass Menschen mit einem definierten Emotionalzentrum in ihrem Human Design Chart, wie ich, dafür da sind, starke, wellenartige Emotionen zu durchleben. Und mit diesen Emo-Wellen riss ich mich über Monate immer wieder tief in die Trauer hinein. Zu diesem Zeitpunkt, als ich z.B. auch noch kein Wissen über Human Design hatte, war diese Phase extrem anstrengend. Denn auf der einen Seite wollten diese starken Gefühle in mir gelebt werden und auf der anderen Seite hatte ich gelernt, dass starke Gefühle anstrengend für andere Menschen sind. Rückblickend bin ich froh, diesen Punkt mit der Erkenntnis aus dem Human Design heilen zu können und mir selbst die Erlaubnis zu geben für alle Gefühle, die in mir sind und rauswollen.

Neuorientierung – ein Wandel um 180°

Weg mit 4 Schritten

Die dritte Phase der Trauer beschreibt Verena Kast mit „Neuorientierung“ und meint damit, dass Trauernde nun zwar wieder in einen Alltag zurückfinden, doch immer wieder Erinnerungen aufrechterhalten, um sich mit dem Verstorbenen zu verbinden.

Auch ich habe natürlich diese Trauerphase durchlebt. Es war die Zeit, in der ich mich manchmal erwischte, dass ich von Kopf bis Fuß Kleidung meiner Mutter trug. Oder mich bei Entscheidungen fragte, was meine Mutter mir wohl raten würde. Es war weiterhin eine Art „Festhalten“. Mein inneres System war es mein bisheriges Leben lang gewohnt, mich anzupassen und lenken zu lassen. Auch wenn mir die Meinung meiner Mutter oft nicht passte, sie äußerte sie und ich hatte einen Ankerpunkt, um den ich mich bewegen konnte. Ich hatte einen Standpunkt, gegen den ich entweder rebellieren oder ihn annehmen konnte. Daran war ich gewöhnt. Und genau das wollte ich aufrechterhalten. Es war meine Komfortzone geworden und hatte mir Sicherheit gegeben. Stück für Stück durfte ich in dieser Phase also lernen, in mir selbst Sicherheit zu finden.

Gleichzeitig habe ich diese Trauerphase als meine tatsächliche Neuorientierung erlebt. Persönlichkeitsentwicklung, Ayurveda, Human Design usw. kamen in mein Leben und ich hatte plötzlich die Möglichkeit, eine neue Perspektive auf mich einzunehmen. Und eine Weise, aus meinem alten System auszubrechen. Auch mithilfe einer tollen Heilpraktikerin für Psychotherapie ging ich meinen Weg, der mir schlussendlich nicht nur persönliche Veränderung, sondern auch eine neue berufliche Vision ermöglicht hat. Gleichzeitig half mir alles, was ich für mich kennenlernen durfte, auch die Zusammenhänge zu meinen Eltern zu verstehen und anzunehmen. Auch das half mir, um Schritt für Schritt zum Loslassen zu kommen.

Akzeptanz

Weg mit 4 Schritten

Inzwischen bin ich in der vierten und damit letzten Phase der Trauer angekommen. Der Akzeptanz dessen, was ist. Dass mit dem Moment, als meine Mutter ging, zunächst natürlich ein riesiges Loch in meinem Leben entstanden war. Aber auch ein Loch, das ich mit der Zeit mit mir und für mich selbst füllen durfte. Mit Erkenntnissen über mich, meine körperlichen und mental-emotionalen Bedürfnisse, aber auch einem Stück weit über meinen Seelenplan. Erkenntnisse, die ich sonst sicherlich so nie gewonnen hätte. Weil ich einen solchen intensiven Weg der Persönlichkeitsentwicklung nicht gegangen wäre, wenn ich nicht an diesem Punkt gewesen wäre.

„Wer loslässt, hat beide Hände frei.“

Unbekannt

Wichtig ist mir an dieser Stelle zu sagen, dass die Trauer niemals endet oder gar enden muss. Doch mit dieser 4. Phase des Trauerprozesses ist der Punkt erreicht, an dem man Frieden findet mit dem, was ist und gleichzeitig das Leben neu gestaltet ohne den Verstorbenen. Und genau so empfinde ich diese Phase und bin sehr dankbar für dieses Gefühl.

Dankbarkeit: Wie meine Trauer sich heute anfühlt

In diesem November 2022 jährt sich der Todestag meiner Mutter zum vierten Mal. Und inzwischen fühlt sich die Trauer für mich ganz anders an. An Gewicht gemessen, war die Trauer in den ersten Monaten oder dem gesamten ersten Jahr unfassbar schwer, bis kaum zu er-tragen. Heute ist sie leichter er-tragbar. Sie ist da und darf da sein. Denn heute ist es „nur“ die Trauer. Vorher waren viele „Altlasten“ und Traumata, die mir größtenteils unbewusst waren, mit dabei. Sie liefen innerlich mit unter dem Deckmantel der Trauer und ploppten erst ab dem Moment auf, als ich anfing mich mit mir und meiner Persönlichkeitsentwicklung zu beschäftigen.

Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden.“

Sören Kierkegaard

Heute bin ich glücklich und dankbar für die Zeit, die ich mit meiner Mutter hatte. Auch für die Stunden, die ich sie während ihrer Krankheit begleiten durfte. Ich bin aber auch dankbar für das, was jetzt ist. Und das wesentlich mehr, als traurig zu sein wegen dem, was nicht mehr ist. Auch wenn es Momente dazwischen gibt, die anders aussehen und dazu gehören. Durch den Verlust meiner Mutter und dem anschließenden Prozess, habe ich gelernt, dass alles im Leben einen Sinn hat, dass alles ein Geschenk ist. Auch wenn diese Geschenke im ersten Moment sowas von hässlich verpackt sind, dass keiner sie freiwillig haben will.

Wofür ich nach dem Tod meiner Mutter heute dankbar bin:

  • Dass ich gelernt habe, meine Gefühle anzunehmen und damit auch für die Gefühle meiner Mitmenschen (insbesondere unserer Kinder) empathisch bin.
  • Dass ich auf die tollen Tools des Ayurveda gestoßen bin, mich selbst und meinen Körper zu verstehen gelernt habe.
  • Dass mir Human Design ein neues Bewusstsein über mich, meine Bedürfnisse, Potenziale und Stärken ermöglicht hat aber auch insbesondere gleichermaßen über meine Lieben.
  • Dass durch meine innere Arbeit und das Wissen bzgl. Ernährung aus dem Ayurveda und Human Design meine Verdauungsbeschwerden nahezu weg sind und ich so z.B. meine Fruchtzuckerunverträglichkeit geheilt habe.
  • Dass Gesundheit zu einem meiner wichtigsten Werte geworden ist, weil ich gesehen habe, wozu ein ungesunder Lebensstil führen kann.
  • Für alles, was auf dem Weg der Trauerverarbeitung und Persönlichkeitsentwicklung in mein Leben gekommen ist und worüber ich lernen durfte: Ayurveda, Human Design, Kinderyoga, Vastu,… Und überhaupt die Erkenntnis WIE gerne ich lerne.
  • Für all die tollen Menschen, die in mein Leben gekommen sind, z.B. durch die Kurse und Weiterbildungen, aber auch offline vor Ort. Menschen, von denen mich weiterhin viele begleiten und wichtig für mich geworden sind.
  • Für meinen neuen, eigenen Blick auf das Leben und wie ich es mit meiner Familie leben möchte.
  • Für die Unterstützung von meinem Mann und seiner Familie, deren Geschenk ich seitdem viel klarer und dankbarer wahrnehme.
  • Für den Mut, den ich entwickelt habe, immer wieder einfach zu machen und auf mein Bauchgefühl zu hören.
  • Für all die tollen Menschen, mit denen ich zusammenarbeiten durfte und noch begleiten darf auf dem eigenen Weg zu ganzheitlicher Gesundheit.
  • Für dich und jeden, der hier liest.

Danke, dass du dir die Zeit genommen hast, bis hierhin zu lesen! Vielleicht möchtest du dir nun auch 3 Dinge notieren, für die du heute dankbar bist?

Wenn du deinen ganz eigenen, individuellen Weg zu dir gehen möchtest und dir dabei Unterstützung suchst, dann schreib mir gerne an hallo@sinakunz.com oder schau dich gerne bei meinen Angeboten um.

Angebotstitel Human Design

Einen tollen Einstieg bietet dir ein Human Design Reading. Es zeigt dir deine individuellen Stärken, Potenziale und Bedürfnisse auf körperlicher, als auch mentaler Seite, um ein ganzheitlich gesundes Leben zu führen, das dir und deinem Kern entspricht.

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Ayurveda Rezepte

Rezept: Ayurvedisches Kürbisgulasch

Herbstzeit ist Kürbiszeit!
Du liebst Kürbis, aber kannst keine Kürbiscremesuppe mehr sehen? Oder deine Kinder sind „Suppenkasper“ und mögen sie nicht? Dann probier doch mal dieses leckere Rezept für ayurvedisches Kürbisgulasch aus. Denn es gibt doch eigentlich nichts Besseres, als saisonale, regionale Produkte in der Küche zu verwenden. Das Rezept ist vegan und perfekt für den Herbst.

Was du brauchst:

1 mittelgroßer Kürbis (z.B. Hokkaido)
6 Kartoffeln
3 Karotten
2 rote Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
1 kleines Stück Ingwer
650 ml passierte Tomaten
4 EL Tomatenmark
700 ml Wasser


2 TL Kümmel
1/2 TL Kreuzkümmel gemahlen
1/2 TL Kurkumapulver
4 TL getrockneter Oregano
4 TL getrockneter Basilikum
2 EL Apfelessig
etwas Olivenöl, Ghee oder Kokosöl
Salz & Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung:

  1. Ingwer reiben oder fein schneiden, Zwiebeln kleinschneiden, restliches Gemüse in mundgerechte Stücke schneiden.
  2. Zwiebeln in Ghee / Öl glasig dünsten. Ingwer und Knoblauch hinzugeben.
  3. Gemüse dazu und alles etwas anrösten.
  4. Gewürze und Tomatenmark dazugeben, um es anschließend mit Essig abzulöschen.
  5. Mit passierten Tomaten und Wasser auffüllen.
  6. Das Ganze nun ca. 10-15 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist.
  7. Je nachdem, wie viel Süße deine Mitesser brauchen, kannst du am Schluss noch einen Schuss Ahornsirup dazugeben.
  8. Anschließend mit Salz & Pfeffer abschmecken und genießen. 😉

TIPP: Zum Kürbisgulasch passen gut Reis oder Nudeln. Oder klassisch Knödel. Du kannst es aber auch ohne eine Beilage genießen. Aus ayurvedischer Sicht ist es rundum vollständig.

Viel Spaß beim Nachkochen!

Alles Liebe, Sina

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Ayurveda Rezepte

Mein Rezept für ein kühlendes, ayurvedisches Sommergetränk – perfekt für dein Pitta-Dosha

Heute teile ich mit dir das Rezept für ein leckeres, ayurvedisches Sommergetränk, das kühlend wirkt und gleichzeitig ohne eiskalte Flüssigkeit oder gar Eiswürfel auskommt.

An warmen Sommertagen sehnen wir uns alle regelmäßig nach einer kühlen Erfrischung – von innen, wie von außen. Ganz besonders jene Menschen, die viel vom Element „Feuer“ in sich haben, d.h. im Ayurvedischen ein Pitta-Typ sind. Wobei an dieser Stelle gesagt werden muss, dass das Pitta-Dosha durch die hohen Temperaturen im Sommer bei uns allen erhöht wird, als es unserer individuellen Natur entspricht. Viele greifen dann zu eisgekühlten Getränken, die aber nur für kurzfristige Erfrischung sorgen.

Alles, was du an kalten Flüssigkeiten (gilt auch für Speisen) zu dir nimmst, fühlt sich zwar im ersten Moment gut an. Doch eigentlich strengt es den Körper zusätzlich an. Er ist danach erstmal damit beschäftigt, das Ganze auf Körpertemperatur zu bringen. Diese Arbeit nimmt deinem Körper wertvolle Energie und auch Verdauungskraft, um Speisen zu verarbeiten. Du schwächst also kurzfristig das gesamte System mit kaltem Eistee & Co.

Deshalb empfiehlt der Ayurveda im Sommer Lebensmittel oder Gewürze, die eine kühlende Wirkung haben, ohne tatsächlich kalt zu sein. Einige davon findest du in folgenden Rezept.

Was du brauchst:

4 EL Aloe Vera-Saft
5 Scheiben Gurke
1 kleines Stück Ingwer (ca. Daumennagelgroß)
1/2l Wasser
etwas frische Minze

Zubereitung:

1. Ingwer schälen. Wenn du Bio-Ingwer nutzt, kannst du dir diesen Schritt sparen und die Schale dran lassen.

2. Wasser mit Ingwer 10 Minuten sprudelnd kochen.

3. Das Ingwerwasser etwas abkühlen lassen.

4. Aloe Vera-Saft dazugeben und gut verrühren.

5. Anschließend die restlichen Zutaten in das Getränk geben.

6. Genießen. 😉

Karaffe mit Wasser und Gurke
Große Karaffen erleichtern nicht nur die Arbeit, weil du gleich eine große Menge vorbereiten kannst. Sie geben dir auch eine gute Möglichkeit, deine Trinkmenge im Blick zu haben, falls du zum „Wenigtrinken“ neigst.

Mein Tipp:

Bereite dir von dem Ingwerwasser morgens direkt mehr zu. So kannst du es über den Tag verteilt trinken und es unterstützt deine Verdauung. Gurke und / oder Aloe Vera – Saft kannst du dir dann nach Belieben noch frisch dazugeben.

Achtung!

Für Schwangere wird Aloe Vera-Saft nicht empfohlen, da er eine abtreibende Wirkung haben kann.

Für alle anderen gilt: Zum Wohl! Lass es dir schmecken!

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Ayurveda Familie Human Design

Warum (m)ein Coaching-Paket viel besser ist, als Einzeltermine – insbesondere für gestresste Mamas

Bei Gesundheitsberatern und Coaches ist es total gängig und üblich, dass Einzeltermine angeboten werden. Und auch Kundinnen fühlen sich davon angesprochen, denn das Angebot suggeriert einen „Quick-Fix“ für das jeweilige Problem. Warum ich davon nicht viel halte und welche Vorteile dir ein Coaching-Paket bietet auf deinem Weg raus aus der Überforderung, hin zu einem mehr Gesundheit und Gelassenheit, erkläre ich dir in diesem Artikel.

Dein Weg raus aus dem „Mama-Burnout“, der Überforderung als gestresste Mama – Dank Coaching-Paket

In dem Moment, in dem du dich für den Weg eines Coachings entscheidest, bist du in der Regel an dem Punkt, dass du merkst: „So geht es nicht mehr weiter.“

Frau müde
Fühlst du dich auch so?


Meine Kundinnen sind dann vor allem mit sich und ihrem Leben, und damit einhergehend auch mit ihrer familiären Situation und / oder im Job unzufrieden. Sie lieben ihre Kinder, ihren Partner, ihre Familie auf der einen Seite so sehr und auf der anderen Seite ist da das große Bedürfnis nach „einfach nur“ mal Ruhe, Rückzug und Zeit für sich. Der Moment, in dem einem alles irgendwie über den Kopf zu wachsen scheint und man sich gefühlt selbst verloren hat. In dem man sich ausgelaugt, müde und kaputt fühlt. Vor lauter funktionieren. Den Moment kenne ich sehr gut und nenne ihn „Mama-Burnout“. Bei mir persönlich war er Anfang 2019. Und ich kenne den Wunsch nach einem gesunden und gelassenen Familienleben sehr gut.

Es gibt keinen Quick-Fix

Was ich auch aus persönlicher Erfahrung weiß ist, dass es für die Veränderung keinen sog. Quick-Fix gibt. Keine Kurzlösung, die man in ein paar Tagen findet und schon gar nicht innerhalb eines Einzelcoaching-Termins. Wirkliche Veränderung ist ein Prozess, bei dem man ins Spüren kommen darf. Der Grund, aus dem du ins Coaching kommst, ist ja auch nicht über Nacht gekommen, sondern hat sich in der Regel schleichend manifestiert. Dementsprechend lassen sich Probleme auch nicht von jetzt auf gleich ändern, sondern bedürfen einer langsamen Veränderung. Durch den langsamen und schrittweisen Prozess ist die Veränderung viel effektiver und kommt auch wirklich in unserem Inneren an, statt nur an der Oberfläche zu kratzen.

2 Personen, eine sitzend, andere schreibt auf
In deinem Coaching-Paket erarbeiten wir gemeinsam den Weg

Ein Beispiel: Angenommen, wir betrachten in einem Coaching-Termin deine aktuelle Ernährung und finden mithilfe des Ayurveda zum einen heraus, woher deine Verdauungsprobleme kommen und zum anderen, wie deine optimale Ernährung aussehen könnte. Nun könnte ich dir natürlich eine Liste an die Hand geben, nach der du dich ernähren sollst. Und was du darüber hinaus noch verändern kannst. Doch aus meiner Sicht funktioniert es so nicht. Weder bezogen auf Ernährung, noch auf andere Bereiche des Lebens.

Es bedarf des genauen und vor allem individuellen Blicks: Was stört dich? Was möchtest du ändern? Und ganz wichtig: Welche Rahmenbedingungen und Ressourcen hast du? Also wie kannst du diese Empfehlungen überhaupt in deinen Familienalltag integrieren? Denn am Ende soll es dir ja eine Erleichterung bringen und nicht eine neue Baustelle eröffnen, die dir Druck und Magenschmerzen bereitet.

Warum du dennoch viele andere Coaches findest, bei denen du mit einem sog. Quick-Fix gelockt wirst? Es ist leicht verdientes Geld. Klingt hart, aber ist meiner Meinung nach so. Sie hören dir 1 Stunde zu, hauen dir eine Liste um die Ohren und fertig. Das ist nicht meine Art zu arbeiten. Ich möchte, dass meine Kundinnen langfristige Erfolge haben. Dass es dir auch noch ein Jahr später gut geht und du von meinem Coaching profitierst, das ist mein größter Wunsch.

Dein Ziel / Wunsch nach Veränderung als gestresste Mama im Coaching-Paket

Vielleicht weißt du schon genau, was dein Ziel ist?

  • Raus aus der Überforderung
  • Endlich wieder kraftvoll und voller Energie fühlen
  • Gelassenheit im Familienalltag
  • Ruhe und Zeiten für dich finden
  • Herausfinden, was deine Bedürfnisse sind und wie du sie dir auch mit „Kind & Kegel“ erfüllen kannst
  • Verdauungsprobleme in den Griff bekommen, um ohne Einschränkungen im Alltag zu bestehen
  • Harmonie in der Familie – deine Lieben und dich verstehen und herausfinden, warum es immer wieder zu Stress und Streit kommt
  • Eine gesunde Ernährung, die mit der Familie funktioniert – ohne Verzicht und kompliziertes Kochen
  • Endlich wieder gut schlafen und dich am nächsten Morgen fit fühlen

Um ein paar typische Ziele zu nennen.

Vielleicht weißt du aber auch nicht, was dein Ziel ist, sondern viel mehr, was du NICHT MEHR möchtest. Auch das ist ok. So oder so werden wir gemeinsam ein klares Ziel definieren.

Schritt für Schritt zum Ziel

Ein klares Ziel macht es meiner Erfahrung nach einfacher, etwas zu verändern.

Nur wenn ich weiß, wohin ich will, ist es auch leicht, den Weg dorthin zu gehen.

Sina Kunz
Holzklötze Schritt für Schritt
In deinem Coaching-Paket gehst du Schritt für Schritt in Richtung deines Wunschziels

Meine Coaching-Pakete sind so ausgelegt, dass wir im 1. Schritt den Status Quo ermitteln, d.h. wir klären: Was ist da und wo willst du weg / hin? Im 2. Schritt definieren wir gemeinsam dein Ziel und vor allem die Schritte, um es zu erreichen. Dabei darf sich die Zielsetzung im weiteren Prozess natürlich auch noch einmal verändern.

Beispiel im übertragenen Sinn: Du möchtest nach Paris, gibst „Paris“ in dein Navi ein und fährst los. Auf dem Weg merkst du, dass du doch lieber nach Rom willst und veränderst dein Ziel. Das ist auf einer herkömmlichen Urlaubsreise vielleicht eher suboptimal, aber im Coaching ganz normal.

Wichtig an der Stelle ist einfach überhaupt erst einmal „loszufahren“. Loszugehen für dich selbst und auch für deine Familie. Und um bei dem Beispiel zu bleiben: Es reist sich immer besser in Begleitung. Ich begleite dich sehr gerne auf deiner Reise!

Deine Rahmenbedingungen und Ressourcen

Gerade als Mama bist du Teil eines Systems. Oder um es mit den Worten der Vorwerk-Werbung von 2006 zu sagen, bist du Managerin „eines kleinen, feinen Familienunternehmens“. Es ist zwar zum einen essenziell, dass es der Managerin dieses „Unternehmens“ gut geht, aber zum anderen muss das Unternehmen auch ein Stück weit weiterlaufen. Aus diesem Grund ist es wichtig, deine individuellen Rahmenbedingungen und Ressourcen einfließen zu lassen, bei der Planung der Schritte zu deinem Ziel. Und auch das lässt sich aus meiner Sicht nur über einen längeren Zeitraum erfüllen. Nicht in einem Einzeltermin.

Deine Vorteile von einem Coaching-Paket

Neben den genannten Gründen möchte ich dir hier noch eine kleine Übersicht von Vorteilen auflisten, die ein Coaching-Paket aus meiner Sicht bietet im Vergleich zu Einzelcoachingstunden:

  • Sicherheit: Du weißt, was dich erwartet, u.a. durch die klare Zieldefinition.
  • Planbarkeit: Du kannst das Coaching zeitlich und finanziell einplanen.
  • Klarheit: Du erlangst Klarheit durch den schrittweisen Prozess, der dich von der Überforderung fernhält.
  • Umsetzung: Du bleibst motiviert dran und kommst wirklich in die Umsetzung.

Wann gehst du für dich los?

Mein Wunsch für dich ist es, dass du lernst, gut für dich zu sorgen, um dann auch wieder voller Kraft und in Gelassenheit für deine Lieben da sein zu können.
Geh‘ für dich los! Ich begleite dich gerne auf deinem Weg zu einem gesunden und gelassenen Familienalltag.

Hier findest du meine Coaching-Pakete:

Angebotsseite Ernährungscoaching
Harmonie im Bauch
Dein Ernährungscoaching
Angebotsseite Happy Healthy Mama
happy healthy mama
gesund und gelassen im Familienalltag

Hast du noch Fragen?
Du weißt nicht, welches das richtige Paket für dich ist?

Dann melde dich gerne per Mail: hallo@sinakunz
oder buche dir dein kostenloses Klarheitsgespräch, wenn du dir unsicher bist, welches Paket für dich das Richtige ist.

Ich freue mich auf dich!

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Ayurveda

Ayurveda-Glossar: Die wichtigsten, ayurvedischen Fachbegriffe

Der Ayurveda stammt aus den hinduistischen Veden, die vor ca. 5000 Jahren im heutigen Indien in Sanskrit verfasst wurden. Es folgt eine kleine Übersicht der wichtigsten Begriffe im Ayurveda, ein Ayurveda-Glossar.

Agni

Das Verdauungsfeuer steht für die Transformationsprozesse, physisch und mental. Es hat seinen Hauptsitz im Magen-Darm-Bereich, wo es wichtige Prozesse für die Verdauung der Nahrung einleitet. Doch es gibt noch weitere Bereiche in unserem Körper, in denen die verschiedenen Typen von Agni sitzen. So ist es auch für die Verdauung unserer Gedanken und Gefühle zuständig. Mehr Infos zu Agni findest du hier.

Ama

Der Ayurveda geht davon aus, dass es Unverdautes bzw. vom Körper nicht verarbeitete Nahrungsbestandteile gibt, die sich im Magen-Darm-Trakt sammeln. Sowie auch an anderen Orten im Körper. Alles Unverdaute wird dann zu einer giftigen, klebrigen und übelriechenden Substanz, die sich Ama nennt. Je mehr Ama entsteht, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Krankheiten entstehen. Mehr zu Ama kannst du hier lesen.

Ayurveda

Übersetzt bedeutet Ayurveda = Die Wissenschaft des Lebens,
Ayus = Leben / Gesundheit, Veda = das Wissen
Mehr dazu kannst du hier lesen.

Ayurvedische Medizin

Die Ayurvedische Medizin umfasst 8 Hauptzweige:

  • Kinderheilkunde
  • Frauenheilkunde
  • Geburtshilfe
  • Augenheilkunde
  • Chirugie
  • Allgemeinmedizin
  • Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde
  • Geriatrie (Medizin des alternden Menschen)

Dabei unterscheidet sich die ayurvedische Medizin in der Herangehensweise sehr von der Schulmedizin. Im Ayurveda wird der Mensch individuell betrachtet und behandelt. Ayurveda ist damit eine subjektive Medizin, die vor allem auf Beobachtung basiert und für Jede/n eine individuelle Lösung bietet. Mehr dazu kannst du hier lesen.

Basti

Ölanwendungen wird im Ayurveda eine hohe Bedeutung zugeschrieben – äußerlich angewendet, wie innerlich. Zu letzteren gehört der Basti, eine ayurvedische Einlaufbehandlung, bei der medizinisch wirksame Öle z.B. Sesamöl oder Kräuterauszüge rektal eingeführt werden. Insbesondere bei einer Vata-Dysbalance werden Basti-Anwendungen empfohlen.

Charaka Samhita

Übersetzt bedeutet es „Die Sammlung der Charaka“. Verfasst von Charaka, einem Arzt im heutigen Indien vor ca. 5.000 Jahren, ist es die älteste Schriftensammlung der Veden. Sie wurde in Sanskrit geschrieben, umfasst 120 Kapitel in 8 Abschnitten und stellt damit die Grundlage und Abhandlung des Ayurveda dar.

Churna

Übersetzt bedeutet Churna: grobkörnig oder fein gemahlen, was der Konsistenz entspricht. Churnas sind Kräuter und Gewürze in Pulverform, die eine medizinische Wirkung haben. Dabei kann es sich jeweils um einzelne Kräuter handeln oder um Kräutermischungen. Jedes Kraut und jede Mischung hat eine andere Wirkung. So gibt es insbesondere für die verschiedenen Konstitutionstypen individuelle Churnas zu Unterstützung z.B. bei der Verdauung.

Dhatus

Der Ayurveda kennt 7 Gewebe, die sich Dhatus nennen:

  • Rasa Dhatu: Plasma
  • Rakta Dhatu: Blut
  • Mamsa Dhatu: Muskeln
  • Meda Dhatu: Fett
  • Asthi Dhatu: Knochen
  • Majja Dhatu: Nerven
  • Sukra Dhatu: Fortpflanzungsgewebe

Sofern Prana, die Lebensenergie unseren Körper gut durchfließt, funktionieren, laut Ayurveda, die Körpergewebe gut und werden alle versorgt. Dabei spielt auch das individuelle Gleichgewicht der Dosha-Zusammenstellung sowie gut funktionierendes Agni eine wichtige Rolle.

Dosha

Gemäß der ayurvedischen Lehre besteht alles aus den fünf Elementen (Erde, Feuer, Luft, Raum und Wasser). Jeweils zwei Elemente bilden ein Dosha. Es gibt drei Doshas:

  • Vata: Luft und Raum
  • Pitta: Feuer und Wasser
  • Kapha: Erde und Wasser

So hat auch jeder Mensch alle Elemente in sich vertreten, jedoch in unterschiedlich starker Ausprägung. Je nachdem welche Elemente vorherrschen ergibt sich der sogenannte Konstitutionstyp, der Dosha-Typ. Dabei gibt es Haupttypen (Vata, Pitta und Kapha) und Mischtypen (Mischung von zwei oder allen drei Doshas). Das individuelle Dosha bestimmt die körperlichen und geistigen Anlagen, Eigenschaften und Funktionen eines Menschen, findet sich aber auch im Tagesverlauf und in den Jahreszeiten wieder.

Ghee

Ghee ist geklärte Butter und wird im Ayurveda vielfältig genutzt. Nicht nur zum Kochen, sondern u.a. auch zu Reinigungszwecken. Es gilt als Lebensmittel und Medizin gleichermaßen und wird auch als das „goldene Elixier“ bezeichnet. Im gut sortierten Supermarkt kannst du Ghee fertig kaufen. Doch du kannst es auch ganz leicht selbst machen. Ein Rezept findest du hier.

Gunas

Neben der körperlichen Konstitution (Vata-Pitta-Kapha) besitzen wir auch eine geistige Konstitution. Diese wird durch die drei Gunas charakterisiert: Sattva, Rajas und Tamas.

Kapha

Eines der drei Bioenergien, der Doshas, ist Kapha und setzt sich aus den Elementen Erde und Wasser zusammen. Es bedeutet wörtlich „Schleim“ und hat seinen Hauptsitz im Magen. Kapha steht allgemein für Struktur und Stabilität und ist z.B. für unseren Körperbau zuständig. Die Eigenschaften des Kapha-Doshas sind schwer, langsam, kalt, ölig, flüssig, schleimig, weich und grobstofflich. Das Kapha-Dosha herrscht bei den Jahreszeiten im Winter vor und im Tagesverlauf zwischen 18 und 22 Uhr sowie zwischen 06 und 10 Uhr.

Ojas

Laut den vedischen Schriften ist Ojas die feinste Essenz unserer Verdauung, die für uns nicht greifbar ist, aber einen großen Einfluss auf unser Wohlbefinden, unsere Gesundheit und Energie hat. Ojas bedeutet soviel wie Körperstärke und Vitalkraft. Es durchdringt unseren gesamten Organismus und hat seinen Hauptsitz im Herz. Ojas gilt als Grundlage für Immunabwähr, Vitalität, Fruchtbarkeit, Ausstrahlung und Lebensfreude. Ein Mangel an Ojas zeigt sich durch körperliche Schwäche, schlechte Immunabwehr, Anfälligkeit für Infektionen, fade Haut und Unfruchtbarkeit

Panchakarma

Die sog. „Königstherapie“ im Ayurveda ist die Panchakarma-Kur. Pancha heißt „fünf“ und Karma soviel wie „Handlung“, was erklärt, dass diese Detox-Kur typischerweise aus fünf Therapieabschniten besteht:

Traditionell beinhaltet die Panchakarma Kur diese 5 Handlungen:

  • Vamana: Therapeutisches Erbrechen
  • Virechana: Therapeutisches Abführen
  • Nasya: Reinigung der Nasengänge
  • Basti: Therapeutischer Einlauf
  • Rakta Moksha: Blutreinigung mittels Blutegeln oder Aderlass

Eine klassische Panchakarma-Kur dauert 7-13 Tage. In dieser Zeit werden täglich u.a. Ölmassagen und Dampfbehandlungen angewendet. Alles mit dem Ziel: Gifte aus dem Körper, insbesondere den tiefen Geweben, zu lösen, aus dem Körper zu entfernen und so die individuelle Dosha-Balance wieder herzustellen. Mehr zu Panchakarma-Kur kannst du hier lesen. Und zum ayurvedischen Detox allgemein hier.

Pitta

Eines der drei Bioenergien, der Doshas, ist Pitta und setzt sich aus den Elementen Feuer und Wasser zusammen. Es bedeutet wörtlich „Galle“ und hat seinen Hauptsitz im Dünndarm. Pitta steht allgemein für die Transformation in unserem Körper und ist z.B. für die Wärmeregulierung, Intelligenz, psychische Emotionen wie Wut und das Sehvermögen zuständig. Die Eigenschaften des Pitta-Doshas sind heiß, scharf, durchdringend, leicht ölig, leicht bewegt und sauer. Das Pitta-Dosha herrscht bei den Jahreszeiten im Sommer vor und im Tagesverlauf zwischen 10 und 14 Uhr sowie zwischen 22 und 02 Uhr.

Prakruti

Die Ur-Dosha-Konstitution, also die individuelle Ausprägung der Elemente eines Menschen zum Zeitpunkt der Geburt, wird Prakruti genannt. Sie beschreibt unseren natürlichen Grundzustand, die Urnatur eines jeden Menschen. Sind wir in diesem Grundzustand, spricht man im Ayurveda davon, dass man in seiner individuellen Balance ist. Sofern sich diese im Laufe des Lebens ändert, spricht man dann von Vikruti. Was unsere Urnatur verändert sind z.B. Lebensstil, Ernährung und unser Umfeld und bringen uns aus unserem individuellen Gleichgewicht in eine Dysbalance. Die Urnatur, sowie die Abweichung davon, kann man im Rahmen einer Dosha-Analyse feststellen.

Rajas

Eines der drei Gunas ist Rajas. Es steht für Aktivität, Leidenschaft, Ruhelosigkeit und Wagemut. Rajasische Nahrung ist scharf, würzig und salzig. Sie wirkt reizend, anregend und verführerisch. U.a. folgende Lebensmittel haben Rajas-Qualitäten: saures Obst, Apfel, Banane, Hirse, Mais, Buchweizen, Kartoffel, Nachtschattengewächse, Blumenkohl, Brokkoli, Spinat, rote Linsen, saure Sahne, Fisch und Hühnerfleisch. Mit diesen Lebensmitteln (in großer Menge) kann man eine rajasische Wirkung unterstützen oder durch Vermeiden reduzieren. Reduzieren macht z.B. häufig bei Menschen mit einem zu hohen Pitta-Anteil (auf mentaler Ebene) Sinn.

Sattva

Eines der drei Gunas ist Sattva. Es steht für Klarheit, Tugend, Bewusstsein und Harmonie. Sattvische Nahrung ist leicht und gut verdaulich. U.a. folgende Lebensmittel haben Sattva-Qualitäten: Mango, Granatapfel, Kokosnuss, Feige, Pfirsich, Birne, Reis, Süßkartoffel, Salat, Petersilie, Rosenkohl, Mung-Bohnen und Milch.

Tamas

Eines der drei Gunas ist Tamas. Es steht für Interaktivität, Unwissenheit, Verblendung und Dumpfheit des Geistes. Tamasische Nahrung ist schwer, wirkt dumpf, deprimierend und fördert Müdigkeit. U.a. folgende Lebensmittel haben Tamas-Qualitäten: Avocado, Wassermelone, Pflaume, Aprikose, Weizen, brauner Reis, Pilze, Knoblauch, Zwiebel, Kürbis, Käse, Rindfleisch, Lammfleisch und Schweinefleisch. Mit diesen Lebensmitteln (in großer Menge) kann man eine tamasische Wirkung unterstützen oder durch Vermeiden reduzieren. Reduzieren macht z.B. häufig bei Menschen mit einem zu hohen Kapha-Anteil (auf mentaler Ebene) Sinn.

Vastu

Ayurveda ist mehr als „nur“ ein Gesundheitssystem. Und doch wirken sich alle Bereiche unseres Lebens automatisch auf unsere Gesundheit aus. So auch unsere Umgebung. Vastu bescheibt die vedische Baubiologie und Architektur. Auch hier geht es u.a. um die fünf Elemente, die entsprechend der Himmelsrichtungen wirken und Einfluss auf uns und unsere Räume nehmen. Mehr zu Vastu findest du hier.

Vata

Eines der drei Bioenergien, der Doshas, ist Vata und setzt sich aus den Elementen Raum und Luft zusammen. Es bedeutet wörtlich „Wind“ und hat seinen Hauptsitz im Dickdarm. Vata steht für die Bewegung in unserem Körper z.B. von Atem, Herz und Verdauung. Es hat außerdem starken Einfluss auf unser Nervensystem. Die Eigenschaften des Vata-Doshas sind rau, trocken, beweglich, feinstofflich und klar. Das Vata-Dosha herrscht bei den Jahreszeiten im Herbst/Winter vor und im Tagesverlauf zwischen 02 und 06 Uhr sowie zwischen 14 und 18 Uhr.

Vikruti

Aufgrund von ständigen Einflüssen können wir aus unserer individuellen Balance kommen. Der Ayurveda spricht dann von einer Dysbalance, bei der wir uns weg von unserem Grundnaturell (Prakruti) bewegen. Vikruti wird auch mit „gestörte Natur“ übersetzt und ist gemäß Ayurveda ein Grund, der auf lange Sicht zu Krankheiten führt. Faktoren, die uns aus unserer Balance bringen, sind z.B. unsere Ernährung, unser soziales Umfeld und unser gesamter Lebensstil. 


WELCHER BEGRIFF FEHLT?

Welcher Begriff fehlt in meinem Ayurveda-Glossar? Hinterlasse mir einen Kommentar und ich ergänze ihn gerne in meiner Übersicht!

Alles Liebe, Sina

 

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Detox-Reihe: #3 Was ist Agni?

Zuletzt habe ich dich ein wenig hier auf dem Blog in das Thema „Detox“ eingeführt. Diese Woche soll es nun weitergehen. Heute erfährst du, was Agni ist und warum es so wichtig für unseren Stoffwechsel ist.

Was ist Agni?

Agni bedeutet auf Sanskrit „Feuer“ und ist im Ayurveda das sogenannte Verdauungsfeuer. Verdauung bezieht sich dabei allerdings nicht nur auf die Verdauung von Nahrungsmitteln, sondern auf sämtliche Stoffwechselprozesse in unserem Körper und Geist. Also auch das Verdauen von Emotionen, Gedanken und Informationen. Agni beeinflusst damit unsere Lebensfreude, Verstand, Intelligenz und Begeisterungsfähigkeit und wird daher auch „die Flamme des Lebens“ genannt. Im Ayurveda sagt man, dass jeder Mensch so alt ist, wie sein Verdauungsfeuer, sein Agni.

Wenn dieses Feuer (Agni) seine Funktion adäquat erfüllt, erfreut sich der Mensch eines langen, gesunden Lebens. Er wird krank, wenn Agni gestört ist, und er stirbt, wenn dieses Feuer vollständig erlischt.

Charaka Samhita
Flamme

Welche Agnis gibt es?

Genau genommen kennt der Ayurveda mehrere, verschiedene Agnis, die auch im Körper ihren Sitz an verschiedenen Stellen haben. Dabei spielt jedes Agni einen wichtigen Umwandlungsprozess in unserem Körper und auch Geist. Die Transformation ist das, was alle Agni gemeinsam haben.

Jathara Agni

Es ist das Hauptagni und hat seinen Sitz im Magen- und Dünndarm-Bereich. Hier findet der größte Teil der Verdauung von Nahrungsmitteln statt, die anschließend in den weiteren Stoffwechselprozess gelangen.

Bhuta Agnis

Entsprechend der fünf Elemente, die sich z.B. in den Doshas wiederfinden, gibt es fünf Agnis, die diesen Elementen (Feuer, Wasser, Luft, Erde und Äther) zugeordnet werden und ihren Sitz in der Niere haben. Hier ist der Umwandlungsprozess, dass die Nahrung in die fünf Elemente aufgespalten wird und in anschließend die einzelnen Körpergewebe gelangt.

Dhatu Agnis

Im Ayurveda gibt es sieben Dhatus, die sieben Körpergewebe. In jedem dieser Dhatus sorgt jeweils ein Agni für die Umwandlungsprozesse.

Flamme von Nahem

Woran du erkennen kannst, dass dein Agni zu stark oder zu schwach ist

  • Verdauungsbeschwerden allgemein
  • Durchfall / Verstopfung
  • verlangsamter Stoffwechsel
  • geringe Immunabwehr und Vitalität
  • unregelmäßiger Appetit
  • Sodbrennen
  • häufige Unterzuckerung
Mensch hält sich Bauch vor Schmerzen, Flamme im Bauch

Was dein Agni schwächen oder überhitzen kann

  • kalte Nahrung
  • kalte Getränke
  • unregelmäßige Mahlzeiten
  • Essen zwischen den Mahlzeiten
  • zu große Mahlzeiten
  • ohne Hunger essen
  • zu viel Flüssigkeit (Getränke) zu den Mahlzeiten
  • Essen zur falschen Tageszeit
  • zu viele aufgenommene Emotionen
  • emotional / gedanklich aufgeladen Schlafen gehen
  • zu wenig und zu später Schlaf

3 einfache Tipps, um dein Agni zu stärken

  • zünde dein Verdauungsfeuer im übertragenen Sinn morgens an in Form von 1-2 großen Gläsern warmem Wasser, das du trinkst
  • iss vor dem Essen, insbesondere vor schwerer verdaulichen Speisen, ein Stück Ingwer mit Salz und einem Spritzer Zitronensaft
  • gib deinem Verdauungsfeuer die Möglichkeit in Ruhe zu arbeiten, indem du Pausen von 4-6 Stunden während den Mahlzeiten einhältst und zum Essen nicht oder nur wenig trinkst
Ingwer und Zitrone

Meine persönlichen Erfahrungen mit Agni

Bis vor einigen Jahren – bevor ich den Ayurveda kannte – hatte ich Unverträglichkeiten und starke Verdauungsbeschwerden, insbesondere Durchfall. Eine normale Verdauung kannte ich spätestens seit meiner Pubertät nicht und freute mich sogar, wenn ich mal Verstopfung hatte. Heute weiß ich, dass weder das Eine, noch das Andere förderlich ist. Aber vielmehr weiß ich, wie ich meine Verdauung beeinflussen kann und welche Rahmenbedingungen meine Verdauung unterstützen.

Wie Human Design mir dabei geholfen hat

Bei mir persönlich machen dabei auch die Emotionen einen großen Anteil aus, aufgrund meiner Hochsensibilität. Geholfen hat mir diesbezüglich auch das Human Design. Denn in den Tiefen der Chart kann man herauslesen, welche Ernährungsweise, die Richtige ist, um in seiner Energie zu sein.

In meiner Chart ist es die Ruhe, die mir laut Human Design, guttut, um alle Nährstoffe gut aufnehmen zu können. Etwas, was ich aus der Kindheit sehr gut kenne und bis heute noch ab und zu erlebe: Wenn sehr viel Trubel um mich (oder auch in mir und meinem Kopf) ist, dann kocht mein Agni förmlich über und das extreme Feuer spüre ich dann in Form von Durchfall. Gleichzeitig hilft es mir, genau an dieser Stellschraube zu drehen, weshalb ich z.B. darauf achte, beim Mittagessen, was ich im Regelfall alleine ohne meine Familie zu mir nehme, nicht zusätzliche Geräusche und Ablenkung wie Handy o.ä. zu haben. Natürlich ist auch heute nicht immer – 365 Tage im Jahr – alles bestens bzgl. meinem Wohlbefinden und meiner Verdauung.

Was ich inzwischen weiß


1. was ich brauche für eine gute Verdauung (sowohl von Nahrungsmitteln, als auch von Emotionen und Gedanken),
2. die Signale meines Körpers wahrzunehmen und im Idealfall darauf zu reagieren und
3. wenn doch mal nicht alles im Lot ist und ich über die Signale hinweggegangen bin, was ich zum Ausgleich tun kann


Vielleicht hilft auch dir nun das Wissen über Agni bzgl. deiner Verdauung weiter. Es würde mich sehr freuen!

Alles Liebe, Sina

P.S.: Wenn du mehr über den Ayurveda erfahren möchtest und insbesondere etwas für dein Wohlbefinden tun möchtest, dann schau mal bei meinen Angeboten hier (klick). Dort findest du verschiedene Möglichkeiten für deinen Wohlfühl-Start.

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Detox-Reihe: #2 Was ist Ama?

In meiner Detox-Reihe geht es heute um den Sanskrit-Begriff Ama. Er spielt im Zusammenhang mit unserem Stoffwechsel eine wichtige Rolle. Und das ist ja Ziel Nr. 1 einer ayurvedischen Detox-Kur, den Stoffwechsel wieder in Balance zu bekommen.

Was bedeutet Ama?

Das Wort „Ama“ kommt aus dem Sanskrit und bedeutet übersetzt: ungekocht / unverdaut aber auch Krankheit und Unreinheit.

Der Ayurveda geht davon aus, dass es unverdaute bzw. vom Körper nicht verarbeitete Nahrungsbestandteile gibt, die sich im Magen-Darm-Trakt sammeln. Aber auch an anderen Orten im Körper. Alles Unverdaute wird dann zu einer giftigen, klebrigen und übelriechenden Substanz, die sich Ama nennt. Je mehr Ama entsteht, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Krankheiten entstehen. Der Ayurveda geht davon aus, dass die Ama-Moleküle mit der Zeit anfangen zu wandern und Zellwände und Kanäle verstopfen. Was dann zu schwerwiegenderen, chronifizierten Krankheiten führen kann.

Wann entstehen Schlacken?

Ama entsteht immer dann, wenn unser Stoffwechsel und unsere Verdauung überlastet sind. Das betrifft sowohl die Verdauung von Lebensmitteln. Aber auch Gedanken, die wir denken und nicht richtig „verdauen“ bzw. verarbeiten. Bzgl. der Ernährung sind es insbesondere unregelmäßiges und ungesundes Essen, was eine überlastete Verdauung verursacht.

Woran du erkennen kannst, dass dein Körper mit Ama belastet ist:

  • fühlst dich ausgelaugt
  • bist (dauer) müde
  • fühlst dich energielos
  • kommst morgens schlecht aus dem Bett
  • leidest unter Verstopfung oder Durchfall
  • leidest unter Blähungen
  • hast klebrigen Stuhlgang (d.h. du brauchst Klobürste und feuchtes Toilettenpapier)
  • hast Allergien oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Wie kann man Ama loswerden?

Sofern es sich noch nicht zu ernsthaften Krankheiten entwickelt hat, kann man Ama durch verschiedene ayurvedische Therapiemaßnahmen loswerden. Die Königsdisziplin ist die Panchakarmakur, bei der 5 Reinigungsmethoden angewendet werden – entweder alle 5 oder einzelne Teile davon. Eine Panchakarmakur sollte allerdings unter ärztlicher Aufsicht oder mindestens mit ärztlicher Begleitung durchgeführt werden. Eine super Alternative ist eine ayurvedische Detox-Kur. Sie ist aus meiner Sicht auch insbesondere die familienfreundliche Variante. Und auch hier geht es um Reinigung. Wie eine solche ayurvedische Detox-Kur aufgebaut ist erfährst du in den nächsten Tagen von mir.


Hast du den Eindruck, eine Ama-Belastung zu haben und wünschst dir individuelle Unterstützung? Dann schreib mir gerne eine Mail an hallo@sinakunz.com oder vereinbare einen Termin für ein KLARHEITS- UND IMPULS-COACHING bei mir.

Hier (klick) gelangst du zu #1 der Detox-Reihe hier auf meinem Blog.

Alles Liebe, Sina

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Detox-Reihe: #1 Was ist die ayurvedische Detox-Kur?

Da ich mit dem heutigen Tag in meinen persönlichen Detox starte und gleichzeitig an der Blogdekade von „The Content Society“ teilnehme, habe ich mir überlegt dich mitzunehmen. Somit starte ich heute eine Blogreihe zum Thema „ayurvedische Detox-Kur“. Du erfährst in den nächsten 10 Tagen in kurzen und knackigen Blogartikel, was es mit dem ayurvedischen Detox auf sich hat, warum ich ihn mache und empfehle und wie genau er abläuft. Heute möchte ich zunächst einmal erklären, was eine ayurvedische Detox-Kur überhaupt ist.

Was ist eine ayurvedische Detox-Kur?

Aus vielen Kulturen kennen wir ähnliche Traditionen, dass hin und wieder Körper und Geist des Menschen gereinigt werden. Eine der bekanntesten ist die Fastenzeit des Christentums über einen 40-tägigen Zeitraum vor Ostern.

Wie bei den meisten anderen Traditionen, geht es auch beim ayurvedischen Detox um Reinigung. Genau genommen können wir, im Rahmen der Detox-Kur, durch Entgiftung, Reinigung und Stärkung von inneren Giften befreit und unser Stoffwechsel wieder ins Gleichgewicht gebracht werden. Damit wird vermieden, dass wir unseren Stoffwechsel dauerhaft überlasten und es langfristig zu größeren Problemen oder gar Krankheiten kommt. Letztendlich geht es bei einer Detox-Kur somit, wie so oft im Ayurveda, um Prävention. Um unsere Organe, Gewebe und Zellen jung und leistungsfähig zu halten.

Ist der Detox eine Fastenkur?

Anders als bei anderen Entgiftungsprozeduren oder Fasten-Praktiken geht es bei einer ayurvedischen Detox-Kur nicht um einen Verzicht.

Im Vordergrund steht, dass Ernährung und Alltagsgewohnheiten für eine kurze Zeit verändert werden und damit der Entgiftungsprozess angekurbelt wird. Wenn man in die Details hineinschaut, dann macht es natürlich im Hinblick auf die Entgiftung schon Sinn, auf gewisse Dinge wie z.B. Genussmittel (Alkohol, Kaffee,…) zu verzichten. Aber auch hier gilt es wie immer im Ayurveda, individuell zu schauen, was möglich und nötig ist.

Klassisches Beispiel: Eine Mama, die gerade schlechte Nächte erlebt, weil z.B. das Kind zahnt, wird an ihrem Kaffee festhalten wollen, um den Tag zu überstehen. Und auch da hat der Ayurveda individuelle (Kaffee-) Lösungen inkl. Alternativen parat.

Warum gerade jetzt eine ayurvedische Detox-Kur?

Eine Detox-Kur im Frühling kommt einem inneren Frühjahrsputz gleich. Der Körper (und auch Geist) wird dabei unterstützt, die sogenannten Schlacken, im Ayurveda „Ama“ genannt, auszuscheiden. Dazu bietet sich insbesondere das Frühjahr an.

Wenn die Natur aus dem Winterschlaf erwacht und erblüht, ist auch für unseren Körper im Jahr die Zeit, in der er Schwerstarbeit leisten muss. Der Körper neigt im Winter dazu, Schlacken zu bilden und hält seine Kräfte zusammen. Im Frühling dagegen lässt er los, die Giftstoffe werden dann freigesetzt. Das Ganze ist vergleichbar mit der Schneeschmelze: Nicht nur in der Natur beginnt es wieder zu fließen, auch in unserem Körper werden Kräfte und Säfte frei.

Bemerkbar macht es sich durch typische Symptome wie Müdigkeit, Schweregefühl, usw. Somit ist jetzt (März / April) genau die richtige Zeit, den Organismus von den Schlacken zu befreien, um so wieder zu neuen Kräften und frischer Energie zu kommen.

Allerdings möchte ich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass ein Detox auch zu anderen Zeitpunkten im Jahr effektiv ist bzw. sein kann.

Was du in den nächsten Tagen / Wochen von mir zur ayurvedischen Detox-Kur erfahren wirst:

  • Was Ama und Agni sind
  • Anzeichen, dass du einen Detox brauchst
  • Die verschiedenen Detox-Arten und Dauer / Struktur einer Detox-Kur
  • Warum Detox nicht nur mit Ernährung zu tun hat
  • Mahlzeiten während der Detox-Kur
  • Trinken während der Detox-Kur
  • Verdauung
  • Einläufe und Abführen
  • Detox mit Familie – mein Erfahrungsbericht
  • Q & A mit mir zum Thema „Detox“

Außerdem nehme ich dich im Laufe der Woche auf meinem Social Media-Kanal mit bei meinem ayurvedischen Frühjahrs-Detox, meinem Experiment von einem familientauglichen Detox für mich als Mama.

Begleiten wird mich bei meinem Detox das tolle Buch „Easy Detox mit Ayurveda„, das ich neben anderer Literatur und natürlich den Inhalten meiner Ayurveda-Ausbildungen sowie meinen bisherigen Erfahrungen als Inspirationsquelle nutze.

Ich freue mich, wenn ich dich mit meinen Erfahrungen und Erkenntnissen zum Detox inspirieren kann. Falls du Fragen hast oder dir eine individuelle Begleitung bei gesundheitlichen Themen suchst, dann schreib mir gerne an hallo@sinakunz.com

Alles Liebe, Sina

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Ayurveda Rezepte

Husten im Ayurveda – mein selbstgemachter Hustensaft

Krankes Kind mit Husten und Teddy

Seit 2 Wochen hat der Coronavirus meine Familie und mich erwischt. Aktueller Status: 4 von 4 positiv. Das und die aktuelle Winterzeit, die ja auch immer die große Erkältungszeit ist, möchte ich zum Anlass nehmen, um ein paar Infos und Tipps mit dir zu teilen. Im folgenden Artikel findest du Wissenswertes zum Ayurveda in Bezug auf die Erkältungszeit im Allgemeinen und im Speziellen zu Husten. Und zum Schluss teile ich noch mein Rezept für einen selbstgemachten Hustensaft mit dir.



Warum sind Herbst und Winter eigentlich die Erkältungszeiten?

Aus Sicht des Ayurveda ist im Herbst und frühen Winter das Vata-Dosha erhöht. Wir können das draußen spüren durch Wind und Trockenheit. Aber auch bei uns selbst z.B. bei trockener Haut und dass wir uns „durch den Wind“ fühlen. Je weiter wir in Richtung Frühling kommen, umso mehr erhöht sich dann das Kapha-Dosha. Dieses steht für Feuchtigkeit und Wachstum und hat seinen Hauptsitz im Bereich der Lungen. Alleine an den Doshas können wir bereits erkennen, dass diese Jahreszeiten prädestiniert für Atemwegsinfekte sind. Die Infekte können sich allerdings verschieden zeigen, auch je nachdem welches Dosha bei uns selbst vor wiegt oder wo wir gerade im Ungleichgewicht sind.


Husten bei Kindern aus Sicht des Ayurveda

Jede Familie kann ein Lied davon singen, denn in den ersten Lebensjahren kommen Atemwegsinfekte insbesondere in der Winterzeit und den ersten Kindergartenjahren sehr oft vor. Aus ayurvedischer Sicht befinden sich die Kinder in ihrer natürlichen Kapha-Phase des Lebens und das Immunsystem ist noch im Aufbau. Beides spricht dafür, dass die Kleinen anfälliger sind für diese Art von Infekten.

Welche verschiedenen Hustenarten gibt es?

Unabhängig, ob Kind oder Erwachsener, ist der Husten verschieden ausgeprägt. Je nachdem welches Dosha gerade vorwiegt.

Die Art des Hustens spiegelt somit laut Ayurveda wider, welches Dosha:

  • in unserer natürlichen Konstitution (=Ur-Konstitution Prakriti) überwiegt
  • gerade im Ungleichgewicht (=aktuelle Konstitution Vikriti) ist, d.h. mehr vorliegt, als in unserer natürlichen Konstitution, mit der wir geboren wurden. Mehr dazu liest du hier
  • aufgrund der aktuellen Jahreszeit im Außen überwiegt (Herbst/Winter = Vata, Winter/Frühling = Kapha, Sommer = Pitta)

Neben einem Dosha-Ungleichgewicht können Atemwegsinfekte auch ein Hinweis auf Ama sein. Ama sind unverdaute Stoffwechselrückstände im Körper, sog. Schlacken, die durch ein zu schwaches Agni (Verdauungsfeuer) oder falsche Ernährungsgewohnheiten entstehen können.

Kapha-Husten

Ein erhöhtes Kapha zeigt sich laut Ayurveda bei Husten durch:

  • schleimigen, hellen Auswurf
  • rasselnde Atmung
  • Müdigkeit und Schweregefühl im Körper
  • Appetitlosigkeit

Vata-Husten

Ein erhöhtes Vata zeigt sich laut Ayurveda bei Husten durch:

  • trockenen, unproduktiven Husten
  • der Husten kann schmerzhaft sein und zu Kopf- und Brustschmerzen ausweiten
  • allgemeine kraftloses Befinden

Pitta-Husten

Ein erhöhtes Pitta zeigt sich laut Ayurveda bei Husten durch:

  • gelblicher Auswurf ggf. mit Blutanteilen
  • brennendes Gefühl im Hals und in der Brust
  • bitterer Geschmack im Mund
  • begleitet von Fieber / Rötung des Kopfes

Was tun?

Unabhängig von dem Dosha, das gerade überwiegt und sich durch die jeweilige Hustenart zeigt, gilt im Ayurveda für alle gleichermaßen:

  • so viel wie möglich ausruhen und schlafen
  • Sport und anstrengende Aktivitäten vermeiden
  • das Immunsystem unterstützen z.B. durch Vitamine
  • viel warmes Wasser (ggf. mit Ingwer / Kurkuma) über den Tag verteilt trinken um Ama loszuwerden
  • frische Luft (aber nicht zu kalt)
  • leichtverdauliche Ernährung, damit der Körper sich auf den Aufbau des Immunsystems konzentrieren kann (80% unseres Immunsystems sitzen im Verdauungstrakt!) dabei möglichst auf Süßigkeiten, Fett und tierische Produkte verzichten
  • Ernährungs-Tip für die ersten Tage: Reissuppe aus 1 Teil Reis und 14-16 Teilen Wasser mit Salz, Gewürzen und Kräutern

Und natürlich Hustensaft, am Besten selbstgemacht.


Mein Rezept für Hustensaft

Hustensaft Ayurveda selbsgemacht

Zutaten:

  • 1 rote Zwiebel
  • 1 EL losen Salbeitee
  • 1 EL losen Thymiantee
  • 2 EL Honig (alternativ Agavendicksaft)
  • 250 ml Wasser

Zubereitung:

  • Die Zwiebel klein scheiden. Wenn es eine Bio-Zwiebel ist, kann die Schale mitverwendet werden.
  • Zwiebel, Kräuter und Wasser in einen Topf geben und zusammen aufkochen.
  • Topf vom Herd nehmen und 2-3 Stunden ziehen lassen.
  • Alles in ein Sieb geben und die Flüssigkeit auffangen.
  • Den Honig in die Flüssigkeit einrühren.

Hinweis: Den Honig erst nach dem Abkühlen hinzugeben, da Honig seine Wirkung verliert, wenn er über 40 Grad erhitzt wird.

Aufbewahrung & Einnahme:

Der Hustensaft ist nun fertig und kann 3-4 x täglich eingenommen werden. Im Kühlschrank ist er einige Tage haltbar. Er ist schon für die Kleinsten geeignet und schmeckt Kindern in der Regel sogar richtig gut.

Enthaltene „Superkräfte“:

Rote Zwiebeln enthalten neben Kalium und Vitaminen viele Antioxidantien. Ihre Inhaltsstoffe wirken entzündungshemmend.

Salbei ist eine Heilpflanze, die sehr vielseitig angewendet wird. Seine Inhaltsstoffe wirken antiviral, antibakteriell und entzündungshemmend. Salbei tötet Keime ab, löst Verschleimung und lindert Entzündungen.

Thymian ist ebenfalls eine Heilpflanze. Seine Inhaltsstoffe wirken desinfizierend, entzündungshemmend und antibakteriell sowie antibiotisch, weshalb Thymian auch als Antibiotikum verwendet wird. Außerdem löst er Verschleimung und hat gleichzeitig eine hustenreizmindernde Wirkung.


In diesem Sinne wünsche ich uns allen viel Gesundheit!

Hast du eine konkrete Frage oder Interesse an einer ayurvedischen Beratung für dich oder deine Familie? Möchtest du den Ayurveda für dich und deine Familie leben, aber weißt nicht, wie du ihn in deinen bzw. euren Alltag integrieren sollst?

Dann schreib mir gerne eine Mail an hallo@sinakunz.com oder buche dir einen kostenlosen Kennenlerntermin, bei dem wir alles Weitere besprechen können.

Alles Liebe, Sina

Fotos: Unsplash (Vitolda Klein, Towfiqu Barbhuiya, Frank R, Paulina H)