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Rezept: Ayurvedisches Kürbisgulasch

Herbstzeit ist Kürbiszeit!
Du liebst Kürbis, aber kannst keine Kürbiscremesuppe mehr sehen? Oder deine Kinder sind „Suppenkasper“ und mögen sie nicht? Dann probier doch mal dieses leckere Rezept für ayurvedisches Kürbisgulasch aus. Denn es gibt doch eigentlich nichts Besseres, als saisonale, regionale Produkte in der Küche zu verwenden. Das Rezept ist vegan und perfekt für den Herbst.

Was du brauchst:

1 mittelgroßer Kürbis (z.B. Hokkaido)
6 Kartoffeln
3 Karotten
2 rote Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
1 kleines Stück Ingwer
650 ml passierte Tomaten
4 EL Tomatenmark
700 ml Wasser


2 TL Kümmel
1/2 TL Kreuzkümmel gemahlen
1/2 TL Kurkumapulver
4 TL getrockneter Oregano
4 TL getrockneter Basilikum
2 EL Apfelessig
etwas Olivenöl, Ghee oder Kokosöl
Salz & Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung:

  1. Ingwer reiben oder fein schneiden, Zwiebeln kleinschneiden, restliches Gemüse in mundgerechte Stücke schneiden.
  2. Zwiebeln in Ghee / Öl glasig dünsten. Ingwer und Knoblauch hinzugeben.
  3. Gemüse dazu und alles etwas anrösten.
  4. Gewürze und Tomatenmark dazugeben, um es anschließend mit Essig abzulöschen.
  5. Mit passierten Tomaten und Wasser auffüllen.
  6. Das Ganze nun ca. 10-15 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist.
  7. Je nachdem, wie viel Süße deine Mitesser brauchen, kannst du am Schluss noch einen Schuss Ahornsirup dazugeben.
  8. Anschließend mit Salz & Pfeffer abschmecken und genießen. 😉

TIPP: Zum Kürbisgulasch passen gut Reis oder Nudeln. Oder klassisch Knödel. Du kannst es aber auch ohne eine Beilage genießen. Aus ayurvedischer Sicht ist es rundum vollständig.

Viel Spaß beim Nachkochen!

Alles Liebe, Sina

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Ayurveda Rezepte

Mein Rezept für ein kühlendes, ayurvedisches Sommergetränk – perfekt für dein Pitta-Dosha

Heute teile ich mit dir das Rezept für ein leckeres, ayurvedisches Sommergetränk, das kühlend wirkt und gleichzeitig ohne eiskalte Flüssigkeit oder gar Eiswürfel auskommt.

An warmen Sommertagen sehnen wir uns alle regelmäßig nach einer kühlen Erfrischung – von innen, wie von außen. Ganz besonders jene Menschen, die viel vom Element „Feuer“ in sich haben, d.h. im Ayurvedischen ein Pitta-Typ sind. Wobei an dieser Stelle gesagt werden muss, dass das Pitta-Dosha durch die hohen Temperaturen im Sommer bei uns allen erhöht wird, als es unserer individuellen Natur entspricht. Viele greifen dann zu eisgekühlten Getränken, die aber nur für kurzfristige Erfrischung sorgen.

Alles, was du an kalten Flüssigkeiten (gilt auch für Speisen) zu dir nimmst, fühlt sich zwar im ersten Moment gut an. Doch eigentlich strengt es den Körper zusätzlich an. Er ist danach erstmal damit beschäftigt, das Ganze auf Körpertemperatur zu bringen. Diese Arbeit nimmt deinem Körper wertvolle Energie und auch Verdauungskraft, um Speisen zu verarbeiten. Du schwächst also kurzfristig das gesamte System mit kaltem Eistee & Co.

Deshalb empfiehlt der Ayurveda im Sommer Lebensmittel oder Gewürze, die eine kühlende Wirkung haben, ohne tatsächlich kalt zu sein. Einige davon findest du in folgenden Rezept.

Was du brauchst:

4 EL Aloe Vera-Saft
5 Scheiben Gurke
1 kleines Stück Ingwer (ca. Daumennagelgroß)
1/2l Wasser
etwas frische Minze

Zubereitung:

1. Ingwer schälen. Wenn du Bio-Ingwer nutzt, kannst du dir diesen Schritt sparen und die Schale dran lassen.

2. Wasser mit Ingwer 10 Minuten sprudelnd kochen.

3. Das Ingwerwasser etwas abkühlen lassen.

4. Aloe Vera-Saft dazugeben und gut verrühren.

5. Anschließend die restlichen Zutaten in das Getränk geben.

6. Genießen. 😉

Karaffe mit Wasser und Gurke
Große Karaffen erleichtern nicht nur die Arbeit, weil du gleich eine große Menge vorbereiten kannst. Sie geben dir auch eine gute Möglichkeit, deine Trinkmenge im Blick zu haben, falls du zum „Wenigtrinken“ neigst.

Mein Tipp:

Bereite dir von dem Ingwerwasser morgens direkt mehr zu. So kannst du es über den Tag verteilt trinken und es unterstützt deine Verdauung. Gurke und / oder Aloe Vera – Saft kannst du dir dann nach Belieben noch frisch dazugeben.

Achtung!

Für Schwangere wird Aloe Vera-Saft nicht empfohlen, da er eine abtreibende Wirkung haben kann.

Für alle anderen gilt: Zum Wohl! Lass es dir schmecken!

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Rezept: Ghee – einfach selbst gemacht

Ghee ist geklärte Butter und wird im Ayurveda vielfältig genutzt. Nicht nur zum Kochen, sondern u.a. auch zu Reinigungszwecken. Es gilt als Lebensmittel und Medizin gleichermaßen und wird auch als das „goldene Elixier“ bezeichnet. Im gut sortierten Supermarkt kannst du Ghee natürlich auch fertig kaufen. Doch Ghee wird total easy selbst gemacht. Hier erfährst du, wie es geht:

Was du brauchst:

  • mind. 2 Packungen Sauerrahmbutter
  • 1 Topf
  • 1 Sieb
  • 1 Küchentuch / alternativ Kaffeefilter
  • 1-2 saubere Glasgefäße

Zubereitung:

  1. Sauerrahmbutter in Würfel schneiden
  2. Sauerrahmbutter in den Topf geben und langsam schmelzen
    Achtung! Dabei auf die Temperatur achten und die Butter etwas im Topf bewegen.
  3. Wenn die Butter geschmolzen ist, die Hitze erhöhen und ein mal aufkochen lassen. Bis die Butter schäumt.
  4. Auf die niedrigste Temperatur reduzieren.
  5. Die Butter nun ca. 30-45 Minuten (je nach Buttermenge auch länger) ganz leicht offen köcheln lassen.
  6. Sobald der Topfboden klar sichtbar ist, kannst du den Topf vom Herd nehmen.
  7. Das Sieb mit einem sauberen, feinen Küchentuch auslegen oder einen Kaffeefilter bereithalten.
  8. Das Ghee durch das Küchentuch oder den Kaffeefilter in das saubere Glasgefäß abseihen.
  9. Abkühlen lassen und verschlossen in den Kühlschrank stellen.

TIPP: Während Schritt Nr. 5 nicht umrühren!

Du kannst das Ghee einige Wochen aufbewahren. Es hält sich wesentlich länger als die reine Butter.

Viel Spaß beim Nachkochen!

Alles Liebe, Sina

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Ayurveda Rezepte

Husten im Ayurveda – mein selbstgemachter Hustensaft

Krankes Kind mit Husten und Teddy

Seit 2 Wochen hat der Coronavirus meine Familie und mich erwischt. Aktueller Status: 4 von 4 positiv. Das und die aktuelle Winterzeit, die ja auch immer die große Erkältungszeit ist, möchte ich zum Anlass nehmen, um ein paar Infos und Tipps mit dir zu teilen. Im folgenden Artikel findest du Wissenswertes zum Ayurveda in Bezug auf die Erkältungszeit im Allgemeinen und im Speziellen zu Husten. Und zum Schluss teile ich noch mein Rezept für einen selbstgemachten Hustensaft mit dir.



Warum sind Herbst und Winter eigentlich die Erkältungszeiten?

Aus Sicht des Ayurveda ist im Herbst und frühen Winter das Vata-Dosha erhöht. Wir können das draußen spüren durch Wind und Trockenheit. Aber auch bei uns selbst z.B. bei trockener Haut und dass wir uns „durch den Wind“ fühlen. Je weiter wir in Richtung Frühling kommen, umso mehr erhöht sich dann das Kapha-Dosha. Dieses steht für Feuchtigkeit und Wachstum und hat seinen Hauptsitz im Bereich der Lungen. Alleine an den Doshas können wir bereits erkennen, dass diese Jahreszeiten prädestiniert für Atemwegsinfekte sind. Die Infekte können sich allerdings verschieden zeigen, auch je nachdem welches Dosha bei uns selbst vor wiegt oder wo wir gerade im Ungleichgewicht sind.


Husten bei Kindern aus Sicht des Ayurveda

Jede Familie kann ein Lied davon singen, denn in den ersten Lebensjahren kommen Atemwegsinfekte insbesondere in der Winterzeit und den ersten Kindergartenjahren sehr oft vor. Aus ayurvedischer Sicht befinden sich die Kinder in ihrer natürlichen Kapha-Phase des Lebens und das Immunsystem ist noch im Aufbau. Beides spricht dafür, dass die Kleinen anfälliger sind für diese Art von Infekten.

Welche verschiedenen Hustenarten gibt es?

Unabhängig, ob Kind oder Erwachsener, ist der Husten verschieden ausgeprägt. Je nachdem welches Dosha gerade vorwiegt.

Die Art des Hustens spiegelt somit laut Ayurveda wider, welches Dosha:

  • in unserer natürlichen Konstitution (=Ur-Konstitution Prakriti) überwiegt
  • gerade im Ungleichgewicht (=aktuelle Konstitution Vikriti) ist, d.h. mehr vorliegt, als in unserer natürlichen Konstitution, mit der wir geboren wurden. Mehr dazu liest du hier
  • aufgrund der aktuellen Jahreszeit im Außen überwiegt (Herbst/Winter = Vata, Winter/Frühling = Kapha, Sommer = Pitta)

Neben einem Dosha-Ungleichgewicht können Atemwegsinfekte auch ein Hinweis auf Ama sein. Ama sind unverdaute Stoffwechselrückstände im Körper, sog. Schlacken, die durch ein zu schwaches Agni (Verdauungsfeuer) oder falsche Ernährungsgewohnheiten entstehen können.

Kapha-Husten

Ein erhöhtes Kapha zeigt sich laut Ayurveda bei Husten durch:

  • schleimigen, hellen Auswurf
  • rasselnde Atmung
  • Müdigkeit und Schweregefühl im Körper
  • Appetitlosigkeit

Vata-Husten

Ein erhöhtes Vata zeigt sich laut Ayurveda bei Husten durch:

  • trockenen, unproduktiven Husten
  • der Husten kann schmerzhaft sein und zu Kopf- und Brustschmerzen ausweiten
  • allgemeine kraftloses Befinden

Pitta-Husten

Ein erhöhtes Pitta zeigt sich laut Ayurveda bei Husten durch:

  • gelblicher Auswurf ggf. mit Blutanteilen
  • brennendes Gefühl im Hals und in der Brust
  • bitterer Geschmack im Mund
  • begleitet von Fieber / Rötung des Kopfes

Was tun?

Unabhängig von dem Dosha, das gerade überwiegt und sich durch die jeweilige Hustenart zeigt, gilt im Ayurveda für alle gleichermaßen:

  • so viel wie möglich ausruhen und schlafen
  • Sport und anstrengende Aktivitäten vermeiden
  • das Immunsystem unterstützen z.B. durch Vitamine
  • viel warmes Wasser (ggf. mit Ingwer / Kurkuma) über den Tag verteilt trinken um Ama loszuwerden
  • frische Luft (aber nicht zu kalt)
  • leichtverdauliche Ernährung, damit der Körper sich auf den Aufbau des Immunsystems konzentrieren kann (80% unseres Immunsystems sitzen im Verdauungstrakt!) dabei möglichst auf Süßigkeiten, Fett und tierische Produkte verzichten
  • Ernährungs-Tip für die ersten Tage: Reissuppe aus 1 Teil Reis und 14-16 Teilen Wasser mit Salz, Gewürzen und Kräutern

Und natürlich Hustensaft, am Besten selbstgemacht.


Mein Rezept für Hustensaft

Hustensaft Ayurveda selbsgemacht

Zutaten:

  • 1 rote Zwiebel
  • 1 EL losen Salbeitee
  • 1 EL losen Thymiantee
  • 2 EL Honig (alternativ Agavendicksaft)
  • 250 ml Wasser

Zubereitung:

  • Die Zwiebel klein scheiden. Wenn es eine Bio-Zwiebel ist, kann die Schale mitverwendet werden.
  • Zwiebel, Kräuter und Wasser in einen Topf geben und zusammen aufkochen.
  • Topf vom Herd nehmen und 2-3 Stunden ziehen lassen.
  • Alles in ein Sieb geben und die Flüssigkeit auffangen.
  • Den Honig in die Flüssigkeit einrühren.

Hinweis: Den Honig erst nach dem Abkühlen hinzugeben, da Honig seine Wirkung verliert, wenn er über 40 Grad erhitzt wird.

Aufbewahrung & Einnahme:

Der Hustensaft ist nun fertig und kann 3-4 x täglich eingenommen werden. Im Kühlschrank ist er einige Tage haltbar. Er ist schon für die Kleinsten geeignet und schmeckt Kindern in der Regel sogar richtig gut.

Enthaltene „Superkräfte“:

Rote Zwiebeln enthalten neben Kalium und Vitaminen viele Antioxidantien. Ihre Inhaltsstoffe wirken entzündungshemmend.

Salbei ist eine Heilpflanze, die sehr vielseitig angewendet wird. Seine Inhaltsstoffe wirken antiviral, antibakteriell und entzündungshemmend. Salbei tötet Keime ab, löst Verschleimung und lindert Entzündungen.

Thymian ist ebenfalls eine Heilpflanze. Seine Inhaltsstoffe wirken desinfizierend, entzündungshemmend und antibakteriell sowie antibiotisch, weshalb Thymian auch als Antibiotikum verwendet wird. Außerdem löst er Verschleimung und hat gleichzeitig eine hustenreizmindernde Wirkung.


In diesem Sinne wünsche ich uns allen viel Gesundheit!

Hast du eine konkrete Frage oder Interesse an einer ayurvedischen Beratung für dich oder deine Familie? Möchtest du den Ayurveda für dich und deine Familie leben, aber weißt nicht, wie du ihn in deinen bzw. euren Alltag integrieren sollst?

Dann schreib mir gerne eine Mail an hallo@sinakunz.com oder buche dir einen kostenlosen Kennenlerntermin, bei dem wir alles Weitere besprechen können.

Alles Liebe, Sina

Fotos: Unsplash (Vitolda Klein, Towfiqu Barbhuiya, Frank R, Paulina H)