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Mein Motto 2024: Ich lasse Wurzeln und Flügel wachsen

Frau hält Blatt Paper in der Hand mit Wurzeln und Flügeln darauf.

Stabilität und Leichtigkeit sind das, was aus meiner Sicht hinter Wurzeln und Flügeln steckt und sich auf den ersten Blick gegenseitig auszuschließen scheint. Und doch braucht es für mich genau diese Kombination im Jahr 2024. Nach einem sehr bewegten Jahr 2023 war für mich ganz klar, dass ich dieses Jahr ganz bewusst Beides brauche. Denn gerade da das Leben an sich immer Bewegung ist, braucht es immer auch den Gegenpart.

Das ist letzten Endes ja auch der Grundgedanke, mit dem der Ayurveda arbeitet: Dass alles seine individuelle, natürliche Balance hat. Hat man seine natürliche Balance verloren, braucht es Ausgleich. Nichts schafft mehr Ausgleich, als das Gegenteil. Wie ich das auf das Jahr übertragen möchte und inwiefern mir mein Motto dabei helfen darf, erfährst du in diesem Artikel.

Wie es zu dem Motto kam

Schon direkt im ersten Moment, als ich darüber nachdachte, was mein Motto sein könnte, kamen mir die Worte „Wurzeln und Flügel“. Da ich viel in Bildern denke hatte ich auch gleichzeitig das wohl berühmteste Bild von Banksy im Kopf, von dem Mädchen, mit dem roten Luftballon, der davon schwebt und sie dennoch versucht danach zu greifen. Das „Balloongirl“ ist eines der berühmtesten Werke des Künstlers, mit dem er uns daran erinnert, dass Hoffnung und Träume zum Leben gehören und wir für sie kämpfen dürfen.

Balloongirl ähnlich Banksy
In einem Kurzurlaub im April 2023 waren wir in Bremen. Auf dem Campingstellplatz an einem Hotel war das Kunstwerk von Banksy des Balloongirls nachgemacht auf einer Wand dargestellt.

Zuerst war ich irritiert. Schließlich hat das Mädchen weder Flügel noch Wurzeln. Dennoch konnte ich mir in meiner Fantasie direkt vorstellen, wie unter ihren Füßen Wurzeln wuchsen. Und der Luftballon symbolisierte für mich die Energie der Flügel.

Mir gefiel das Bild in meinem Kopf dann doch schnell sehr gut, denn es erschien mir so passend. Insbesondere für mein Jahr 2024, in dem ich weiterhin losgehen möchte für meine Ziele, Träume und Ideen. Ich möchte meinen Luftballon nicht fliegen lassen. Aber er darf sich leicht bewegen und die Richtungen immer mal wieder ändern. Ich möchte die Vogelperspektive des Luftballons nutzen und gleichzeitig sicher und stabil auf dem Boden (der Tatsachen) stehen.

Zwei Dinge sollten Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel“

Johann Wolfgang von Goethe

Was Goethe’s Worte damit zu tun haben

Ich gebe zu: Normalerweise bin ich kein großer Lyrik-Fan und Goethe habe ich im Gymnasium nur mit Hängen und Würgen gelesen. Aber das Zitat hat natürlich zu den Worten meines Mottos „Ich lasse Wurzeln und Flügel wachsen“ geführt.

Goethes Worte werden häufig genutzt für Wünsche zur Geburt. Weil es das ist, was Kinder brauchen: Wurzeln und Flügel. Wurzeln, die sie wachsen lassen und ihnen Stabilität schenken. Und Flügel, damit sie losfliegen können – möglichst frei und sich entfalten dürfen.

Wenn ich auf meine eigene Kindheit schaue, dann fühlt es sich so an, als ob mir häufig die Flügel im übertragenen Sinn gestutzt wurden. „Man macht das nicht.“ oder „Tue besser dies“. Auch beispielsweise als es um die Berufswahl ging und ich gerne Medienkommunikation studieren wollte. Da wurde das schnell von meiner Mutter ausgebügelt mit dem Hinweis, dass das „brotlose Kunst“ sei. Natürlich weiß ich aus der heutigen Perspektive, dass vieles davon motiviert war, dass mich meine Eltern auf den (aus ihrer Sicht) richtigen Weg bringen wollten. Sie wollten mir eine sichere Zukunft ermöglichen. Und gleichzeitig war vieles von meinem Weg dadurch vorgegeben. Also alles andere als freier Vogelflug.

Nicht selten habe ich genau dagegen in meiner Jugend angekämpft. Nun könnte man meinen, dass dafür die Wurzeln stark ausgeprägt waren. Doch auch das muss ich aus heutiger Sicht verneinen. Denn in einem Haushalt aufzuwachsen, in dem beide Eltern über die komplette Kindheit und Jugend hinweg Alkoholiker waren, ohne Geschwister, die möglicherweise zusätzlichen Halt gegeben hätten, fühlt es sich auch nicht wirklich nach starken Wurzeln an. Und doch hat mich natürlich auch diese Situation auf ihre Art bis heute gestärkt durchs Leben gehen lassen.

Auf diese Stärke möchte ich mich im Jahr 2024 wieder mehr fokussieren. Wenn ich mich auf etwas verlassen kann, dann sind es meine Potenziale, die ich habe und auch Dank Human Design mittlerweile viel besser kenne und lebe. Und doch: dieses Jahr dürfen noch mehr Wurzeln und noch stärkere Flügel wachsen.

Warum ich 2024 Wurzeln wachsen lassen möchte

Wurzeln sind zum Wachsen da, sie geben Stabilität und Sicherheit. Sie gehen in die Tiefe und sind etwas Bleibendes. Außerdem dienen Wurzeln in der Pflanzenwelt der Nährstoffaufnahme. Ohne Wurzeln, kein Leben. Man kann Wurzeln aber auch auf das Bild des Kindes übertragen. Dann sind die Wurzeln unsere Herkunft. Sie machen einen Teil unserer Identität aus. Denn sie prägen uns in den ersten, wichtigen Jahren des Lebens.

Als Human Design Coach denke ich beim Begriff „Wurzeln“ neben den genannten Aspekten auch schnell an das Wurzelzentrum. Man könnte sagen, dass dieses Zentrum in der Vergangenheit und bis heute immer mal wieder meine persönliche Challenge ist. Denn ich habe das Wurzelzentrum nicht definiert und auch kein Tor aktiviert. Es ist komplett leer. Das bedeutet, dass ich die Energie, die Menschen, die dieses Zentrum definiert haben, stark aufnehme.

Es verbirgt sich besonders viel Druck hinter diesem Zentrum. Druck, den ich bei anderen Menschen sehr schnell spüre. Und den ich viel zu häufig in meinem bisherigen Berufsleben übernommen habe. Bis hin zu burnoutartigen Phasen, wenn schlichtweg du Luft raus war und nichts mehr ging. Denn eigentlich bin ich nicht dafür gemacht, unter starkem (Zeit-)Druck zu arbeiten. Lange dachte ich deshalb, falsch zu sein und mir ein dickeres Fell aneignen zu müssen. Doch inzwischen weiß ich, dass ich richtig so bin und meine Strategien nutzen darf, mich von dem Druck, den andere aussenden, abzukoppeln. Denn er hat nichts mit mir zu tun.

Das vergangene Jahr war für mich geprägt von sehr viel Bewegung im Sinne von Veränderung (mehr dazu in meinem Jahresrückblick 2023). Gefühlt war alles damit auch etwas durcheinander. Das hat dazu geführt, dass ich zwar viel Neues gemacht und ausprobiert habe. Dass ich für meine Wünsche und Ziele losgegangen bin. Aber im übertragenen Sinn kann man sagen, dass mein Luftballon häufig ganz schön wild herumgeflattert ist und mir am anderen Ende die Bodenhaftung gefehlt hat. Es hat mir häufig an Struktur und Routinen gefehlt. Und somit weiß ich, dass ich genau diese in 2024 (wieder) brauche und mein Augenmerk darauf legen möchte.

Warum ich 2024 Flügeln wachsen lassen möchte

Man könnte meinen, dass im vergangenen Jahr bereits genug Bewegung da war, als ich meine Tätigkeit als Architektin nach über 10-jähriger Selbstständigkeit aufgegeben habe. Seitdem bin ich komplett in meinem Onlinebusiness als Gesundheits- und Persönlichkeitscoach tätig, sowie vor Ort als Kinder- und Familienyogalehrerin. Aber da war auch ein großer Teil dabei, der nicht das war, was ich mir unter Flügeln vorstelle, sondern eher der oben beschriebene Luftballon, der mir weggeflogen ist.

Flügel bedeuten für mich nicht unkontrolliertes Fliegen. Sie bedeuten für mich viel mehr zielgerichtetes und ganz besonders instinktives Vorgehen. Ein Vogel fliegt nie einfach nur so durch die Gegend, wie ein Luftballon, der sich durch den Wind in alle Richtungen pusten lässt. Flügel drücken für mich Leichtigkeit und spielerische Herangehensweise an quasi alles aus. Sie stehen auch für Vertrauen. Zu fliegen und zu wissen, dass alles schon gut so ist, wie es ist. Zudem denke ich bei Flügeln auch schnell an die Möglichkeit der Vogelperspektive. Die es ermöglicht, die Geschehnisse mal aus einem höheren Blick zu betrachten, statt sich auf die Details und den Moment zu fixieren.

Alles in allem ein Part, der als Gleichgewicht zu den Wurzeln für mich unabkömmlich erscheint.

Wie ich das Motto in meinem Business leben werde

Vor dem Hintergrund der Wurzeln werde ich vor allem für Stabilität und Sicherheit in mir und meinem Business sorgen. Dazu gehören folgende Dinge, die ich dieses Jahr tue:

  • Ich habe eine klare Wochen-, Monats- und Quartalsstruktur.
  • Das 12-Wochen-Jahr ist meine Planungsgrundlage.
  • Damit stehen auch alle größeren Schritte vorab fest und ich kann mich auf mich selbst verlassen, indem ich sie durchführe.
  • Klarheit gibt mir (Selbst-)Sicherheit, genauso wie meinen (zukünftigen) Kundinnen, indem sie wissen, was sie erreichen können, durch unsere Zusammenarbeit.
  • Fokus lässt mich umsetzen.
  • Indem ich bei mir bleibe und mich nicht vergleiche, bin ich auf meinem sicheren Weg.

Und um den Aspekt der Flügel in meinem Business zu leben, tue ich dieses Jahr folgende Dinge:

  • Ich erlaube mir, mich noch mehr freizumachen von allgemeinen oder individuellen Meinungen.
  • Ausprobieren, denn sonst weiß ich nicht, ob es die für mich richtige Flugroute ist.
  • Zoom in – zoom out. Mit der Vogelperspektive immer mal wieder einen Blick von oben bzw. von außen auf alles werfen, um zu überprüfen, ob mein Tun dem Ziel entspricht.
  • Meiner Freude und Intuition folgen und nicht immer im ersten Schritt einen sinnvollen Plan erkennen müssen.

Was dieses Motto für meine Kundinnen in unserer Zusammenarbeit bedeutet

Auch meinen Kundinnen möchte ich zu mehr (Selbst-) Sicherheit verhelfen und sich ermutigen, sich von alten Zwängen zu lösen. Ich möchte sie noch mehr darin unterstützen, wortwörtlich ihr Flügel auszubreiten. Nicht, um abzuheben, sondern mit stabiler Basis (Wurzeln) ihre Individualität zu entfalten und zu leben.

Wichtig ist mir dabei auch der Aspekt der eigenen Wurzeln. Zu wissen, wo die eigenen Wurzeln liegen, ist so immens wichtig. Damit meine ich nicht nur unsere Herkunftsfamilie und alles, was uns in der Kindheit geprägt hat. Sondern ich die eigene Identität. Sie zu kennen, aber auch zu wissen, wer einem guttut und welche Menschen das eigene Wachstum nähren.

Wer bin ich wirklich? Wer oder was tut mir gut? Wer oder was nicht? Klingt nach simplem Fragen. Aber genau diesen (und noch vielen mehr) gehe ich auch in 2024 wieder mit meinen Kundinnen auf den Grund.

Frau auf Sessel

Wer schreibt hier?

Hey, ich bin Sina Kunz und als ganzheitlicher Gesundheits- und Persönlichkeitscoach für Familien unterstütze ich dich und deine Lieben dabei ein gesundes, glückliches Leben zu führen, das euch und eurem Naturell entspricht.

Auf meinem Blog findest du viele Tipps und Inspirationen rund um die Themen Ernährung, Gesundheit, Achtsamkeit und Persönlichkeit. Aber auch über meinen eigenen beruflichen Weg von der Architektin zum Coach und persönlichen Themen liest du hier immer mal wieder.

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3 Gedanken zu „Mein Motto 2024: Ich lasse Wurzeln und Flügel wachsen“

  1. Hallo Sina, dein Blog ist für mich immer eine Quelle der Inspiration, und dieser Beitrag hat mich dazu ermutigt, über meine eigenen Ziele und Träume nachzudenken und wie ich sie verwirklichen kann. Danke, dass du uns mit deinen Worten motivierst und uns dazu inspirierst, unser volles Potenzial zu entfalten und zu wachsen!
    Liebe Grüße,
    Sandra

  2. Hallo Sina, was für ein wichtiges Motto. Die Wurzeln stärken, wachsen lassen, in Verbindung gehen und gleichzeitig fliegen können, sich von den eigenen Flügeln tragen lassen, die Perspektive wechseln. Ich finde es so wichtig, beidem zu folgen, für beides etwas zu tun – dem Wachstum der Wurzeln und dem Wachstum der Flügel. Nicht entweder oder, sondern sowohl als auch. In meiner Jugend bin ich meinen Träumen gefolgt, aber eher wie der Luftballon, nicht wie der Vogel. Nach Geburt meiner Tochter, habe ich, aufgrund fehlender Wurzeln, viele Jahre meines Lebens mit dem Schaffen von Sicherheit verbracht. Dabei sind mir die Träume abhandengekommen. Heute weiß ich es besser, ich weiß, wie wichtig beides ist und deshalb gehe ich mit deinem Motto in Resonanz. Herzliche Grüße Sylvia

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